Bernd hat heuer den Weihnachtsholzschnitt aus dem Jahr 1988 ausgewählt, Vater hat ihn mit "Wäme und Geborgenheit" gekennzeichnet. Es ist ein Farbholzschnitt mit 2 Druckstöcken, leider hat sich der Druckstock "schwarz" stark verzogen, d.h. die beiden Druckstöcke sind nicht mehr deckungsgleich, sodass die Füße des Jesukindes nur teilweise oder nicht erkennbar sind.
Bernd setzt damit eine Tradition fort, die dem Vater wichtig war, aus Anlass des Weihnachtsfestes einen Holzschnitt als Handdruck zu fertigen. Betrachtet man etliche dieser Jahresholzschnitte, sind sie thematisch recht unterschiedlich und beleuchten verschiedene Aspekte der Geburt Christi. Immer stellt er einen Aspekt in den Vordergrund, der mit etwas zu tun hatten, was er im jeweiligen Kalenderjahr erlebt hat oder was ihn besonders beschäftigt hat.
Im Jahr 1988 kam die Enkeltochte Anna Tonia zur Welt und bald nach der Geburt hing ihr Leben einem seidenen Faden. Und weil damals die Mutter für das Neugeorene Kind so wichtig war, fokussiert er auf Mutter und Kind. Die Mutter hält eng umschlungen das Kind und verleiht lebensspendende Wärme und Geborgenheit vor der Bedrohung durch eine gefährliche Krankheit.
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